Ein Handy unterm Weihnachtsbaum: Duftners goldene Regeln

Tirol (19.12.2018) – Viele Kinder fiebern lange daraufhin, endlich gibt’s zu Weihnachten das lang ersehnte erste eigene Handy. „Der Umgang mit dem Smartphone ist kein Kinderspiel und will gelernt sein“, erklärt Bildungs- und Digitalisierungsexperte Dieter Duftner und stellt acht goldene Regeln auf.

Wann genau es Zeit für das erste eigene Handy ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Grundsätzlich ist es aber durchaus zu empfehlen, so ein großes Geschenk zu einem besonderen Anlass zu überreichen. Das erste eigene Handy ist daher für viele ein beliebtes Geschenk zu Weihnachten. Das Gerät sollte dem Kind allerdings nicht einfach in die Hand gedrückt werden. Die ersten Schritte am Smartphone sollten die Eltern gemeinsam mit dem Kind machen. Bildungs- und Digitalisierungsexperte Dieter Duftner rät: „Haben Sie Spaß an Ihrem eigenen Geschenk! Smartphones sind der neue Fernseher. Erkennen Sie die große Bedeutung von Handys nicht für den eigenen Alltag, sondern auch für den von Kindern und Jugendlichen an. Nicht nur Freizeitaktivitäten werden via Handy kommuniziert, auch der Schulalltag lässt sich mit schlauen Anwendungen erleichtern.“ Schenken allein reicht nicht, weiß Duftner: „Unterstützen Sie Ihr Kind bei der Handynutzung und vereinbaren Sie bereits vorab Regeln. Danach begleiten Sie es nicht nur bei seinen ersten Erkundungstouren.“ Der Bildungs- und Digitalisierungsexperte stellt acht goldene Regeln auf:

1. Klare Verhältnisse
Schaffen Sie klare Verhältnisse! Nicht nur Erwachsene auch Kinder empfinden ihr Handy meist als streng privat. Wenn man das als Eltern anders sieht, muss dies klar besprochen werden (z. B. das Handy ist nur geliehen, nicht geschenkt). Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre! Installieren Sie keine Kinderschutz-Apps ohne das Wissen der Kinder, damit riskieren Sie einen Vertrauensverlust
2. Handynutzung klären
Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, welche Anwendungen es braucht. Welche Handynutzung ist okay, welche ist nicht okay? Achten Sie bereits bei der Installation auf den Schutz der Privatsphäre. Überlegen Sie dabei auch genau, welche Berechtigungen Sie den einzelnen Anwendungen geben. Braucht eine Taschenlampe Zugriff auf den Standort des Kindes? Nehmen Sie erste Einstellungen gemeinsam vor. Je nach Alter können unterschiedliche Kinderschutzeinstellungen sinnvoll sein. Muss das Kind beim Herunterladen von Apps um Erlaubnis fragen? Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Apps es verwenden möchte und suchen sie gemeinsam aus.
3. Finanzielle Vereinbarungen treffen
Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie das Handy zur Kostenfalle werden kann und klären sie folgende Fragen: Wer zahlt die Handyrechnung? Wer kommt für die Kosten von Apps und In-App-Käufen auf? Schauen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind den gewählten Handytarif an. Was kostet wie viel? Wann wird es teuer? Und: Nutzen Sie sinnvolle Sperrmöglichkeiten beim Mobilfunkanbieter (z. B. Mehrwertdienste, mobiles Internet, Bezahlen mit dem Handy) oder direkt am Gerät (z. B. für InApp-Käufe und Daten-Roaming). Beachten Sie beim Kauf eines neuen Gerätes, dass genügend Speicherplatz für die Nutzung zur Verfügung steht.
4. Konsequenzen vereinbaren
Überlegen sie gemeinsam mit dem Kind Antworten auf heikle Fragen: Was sind die Konsequenzen, wenn die Kosten das vereinbarte Limit übersteigen? Was geschieht, wenn andere Inhalte mit dem Handy genutzt werden als ausgemacht?
5. Kommunikation klären
Legen Sie sich auf einen gemeinsamen Kommunikationskanal fest. Treffen Sie vorab Vereinbarungen, über welchen Kanal Sie mit Ihrem Kind kommunizieren. Oft läuft die Kommunikation mit der Familie über andere Netzwerke als der Austausch mit Freunden.
6. Gefahren überlegen
Welche Risiken der Handynutzung gibt es? Wie kann Handydiebstahl verhindert werden? Sprechen sie offen darüber, wie ihr Kind auf Belästigungen über das Handy reagieren soll. Rüsten Sie Ihr Kind für den Ernstfall. Ihr Kind muss wissen, wie es sich bei einer negativen Erfahrung mit dem Handy verhalten soll. Am besten ist das direkte Informieren der Eltern.
7. Kein Handyverbot
Drohen Sie nicht mit Handy-Verbot. Natürlich muss es Konsequenzen haben, wenn vereinbarte Regeln nicht eingehalten werden, seien Sie jedoch zurückhaltend mit der Drohung das Handy zu verbieten. Das führt möglicherweise dazu, dass das Kind sich bei Problemen, aus Angst das Handy zu verlieren, nicht an die Eltern wendet.
8. Interesse am Handy
Lassen Sie sich von Ihrem Kind zeigen, wie es das Handy nutzt und lassen Sie sich ruhig auch einmal Ihnen unbekannte Handyfunktionen erklären. Ihr Kind wird sich über seine Rolle als Experte freuen! Ein Austausch sorgt für Vertrauen und ermöglicht eine gute Gesprächsbasis bei eventuell auftretenden Problemen.

Mag. Dieter Duftner

Dieter Duftner ist der Gründer der Dachmarke duftner.digital.

 

 

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